Freischwinger

Auf dem Freischwinger sitzt man federnd und stilvoll

Der Freischwinger ist etwas für Designliebhaber

Der Freischwinger ist ein Stuhl, den nicht nur Designfreaks kennen und zu schätzen wissen. Der klassische Freischwinger besitzt - an Stelle von vier Beinen - einen tragenden Rahmen aus einem einzigen gebogenen Metallrohr, das an Kufen erinnert. Bei der klassischen Form knickt der Rahmen dann am hinteren Teil der Sitzfläche noch einmal nach oben ab. An diesem Teil wird die Rückenlehne befestigt, die beispielsweise aus Holz oder Peddigrohr gefertigt ist. Man erkennt den Freischwinger daran, dass man leicht federnd sitzt, weil die Sitzfläche unter dem Gewicht des Sitzenden nachgibt. Selbstverständlich gibt es auch freitragende Stühle, die nicht nachgeben - diese Stühle tragen aber den Namen Kragstuhl, was auch als Oberbegriff für die Freischwinger Stühle gilt.

Wer den Freischwinger geschaffen hat, ist umstritten

Mehrere Architekten und Künstler entwickelten den Freischwinger gemeinsam. Er entstand im Umfeld Deutschlands berühmtester Kunst-, Design- und Architekturschule der Klassischen Moderne, die von 1919 bis 1933 bestand: dem Bauhaus. Nach dem Umzug dieser Schule von Weimar nach Dessau entstehen dort die ersten Möbel mit dem neuartigen Material Stahlrohr und - von Marcel Breuer, Mart Stam und Ludwig Mies van der Rohe entworfen - die ersten Freischwinger. Die Zusammenarbeit mit der Industrie beginnt. Schon zuvor hatte der Architekt Mart Stam einen Stuhl ohne Hinterbeine entwickelt, der aber noch kein Freischwinger war, sondern aus einer sehr starren Konstruktion bestand. Nach 1929 wurden diverse Prozesse zur Urheberschaft am Freischwinger geführt, die Rechtsgeschichte geschrieben haben. Trotz verschiedener Gerichtsurteile ist auch unter Kunsthistorikern bis heute unklar, wem der Freischwinger zuzuschreiben ist.

Freischwinger und andere Kragstühle sind stilvolle Klassiker

Viele weitere namhafte Designer und Architekten schufen eigene Freischwinger Versionen. Bis heute stehen die stilvollen Möbelstücke für die Verbindung von Aktualität und Zeitlosigkeit, ganz nach der Idee des Bauhausleiters Mies van der Rohe "weniger ist mehr“. Heutzutage ist der Freischwinger - wie auch andere der vom Bauhaus entwickelten Produkte wie beispielsweise die Bauhaustapete oder die Wagenfeld-Lampe - sowohl in seiner ursprünglichen Form als auch in der Weiterentwicklung aus vielen Haushalten nicht mehr wegzudenken. Und auch die Kragstuhlversion des Freischwingers ist durchaus ein Zeichen für guten "Wohn“-Geschmack. Inzwischen gibt es sie auch mit stoff- oder lederbezogenen Lehnen und Sitzflächen sowie verchromten Stahlgestellen. Bei Heine können Sie elegante Freischwinger für Ihren Essplatz bestellen, die Ihre Einrichtung perfekt ergänzen.

© 2011 Heinrich Heine GmbH