Ziele der Initiative

1. Förderung eines nachhaltigen Baumwollanbaus 

Südlich der Sahara wird Baumwolle überwiegend von Kleinbauern angebaut. Künstliche Bewässerung, die in anderen Anbauregionen große ökologische Schäden anrichten kann, findet in Afrika nicht statt. Stattdessen praktizieren die Kleinbauern den sogenannten Regenfeldanbau, d. h. die Pflanzen müssen mit dem natürlichen Niederschlag auskommen.

Auch wachsen die Fasern in Fruchtfolgen mit Grundnahrungsmitteln auf und schonen damit die Böden. Das sind gute Voraussetzungen für einen nachhaltigen Anbau, der auch zukünftigen Generationen einen Lebensunterhalt bietet. Doch ein unsachgemäßer Pestizid- und Düngemitteleinsatz kann Mensch und Umwelt schaden. Oft werden die Präparate nicht zielgerichtet angewendet, weil niemand in der Familie lesen kann und Verpackungsaufschriften deshalb nicht beachtet werden können.

Hier setzt Cotton made in Africa an: Schulungen in effizienten und umweltfreundlichen Anbaumethoden, wie sachgemässer Einsatz von Pestiziden nach dem Schadschwellenprinzip und Erhalt der Bodenfruchtbarkeit unterstützen die Kleinbauern beim effizienten Anbau. Die Förderung der schulischen Infrastruktur in den ländlichen Baumwollregionen durch den Bau und Ausbau von Schulen, die Errichtung von Schulgärten und Schulkantinen sowie die Verteilung von Schuluniformen an die Kinder der Baumwollbauern, sorgen für bessere Bildung und somit eine bessere Zukunft.

2. Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von afrikanischer Baumwolle

Baumwolle made in Africa hat relativ lange Fasern und wird handgepflückt – sie ist von guter Qualität. Wenn im Anbau die sozialen und ökologischen Bedingungen verbessert werden, so steigert dies zusätzlich die Attraktivität des per se hochwertigen Rohstoffes. Durch das Wissen der Partner im Projekt können einzelne Qualitätsmerkmale schon beim Anbau und der ersten Verarbeitung gezielt optimiert werden.

3. Eine neue Dimension unternehmerischer Haltung

Auch die Textilanbieter in Deutschland und anderswo profitieren: Sie erhalten eine hochwertige Ware zu Marktpreisen, bei der die Rohstoffqualität stimmt und die Versorgung langfristig gesichert ist. Die Initiative Cotton made in Africa führt damit in eine neue Dimension unternehmerischer Verantwortung: die Verantwortung für Menschen und Umwelt im Ursprungsland des Rohstoffs. Ein solches unternehmerisches Engagement kann Breitenwirkung entfalten, denn es wird zunehmend von Stakeholdern eingefordert und von den Kunden geschätzt.