Was macht eigentlich ein Bereichsleiter bei heine?

23. April 2018

Interview mit Christian Hellmund – Bereichsleiter Purchasing and Supply Chain Management

Hallo Christian. Was macht denn nun ein Bereichsleiter Purchasing and Supply Chain Management bei heine?

„Ich verantworte in meiner Rolle als Bereichsleiter viele Einzelbereiche. Die Beschaffung, Disposition, Verwertung sowie die Themen Nachhaltigkeit, Outlet und Qualität liegen in meinem Verantwortungsbereich. Durch unsere Umstrukturierung und Neuausrichtung auf eine Modemarke passieren aktuell ganz viele Sachen, die langfristige Auswirkungen auf alle der genannten und benachbarten Bereiche haben. Wir Bereichsleiter sind diejenigen, die versuchen, die strategischen Gedanken der Geschäftsführung in die Operative zu übersetzen. Die Herausforderung ist, zusammen mit unseren Teams die einzelnen Themen so umzusetzen und zusammenzuführen, dass sich am Ende das bestmögliche Gesamtbild für heine ergibt.“

 

Wie sieht die erste Stunde deines Arbeitsalltags in der Regel aus?

„Ich versuche momentan relativ früh da zu sein, damit ich in der ersten Stunde meine E-Mails vom Vortag lesen kann. Manches Mal ist es aber auch so, dass ich morgens mein Büro aufschließe, meinen Computer anmache, dann aus meinem Büro verschwinde und abends erst wieder zurückkomme. Das sollte natürlich nicht unbedingt immer so sein. Mein Ziel ist es, die erste Stunde zu nutzen, um den vorangegangenen Tag zu reflektieren und zu überlegen, wie man in den neuen Tag startet.“

 

Wie viele Tage im Jahr bist du unterwegs?

„Ich würde mal sagen, hochgerechnet macht das Reisen vielleicht 50% meiner Arbeitszeit aus.“

 

Hast du ein Lieblingsgeschäftsreiseziel? Und warum?

„Aus persönlicher Sicht würde ich das gar nicht so sehr einschränken. Ich habe eigentlich keinen wirklichen Favoriten und finde alle Länder toll. Die Menschen sind überall sehr herzlich, wenn man sich ihnen öffnet. Das Schöne ist, mit all den unterschiedlichen Menschen zusammenzuarbeiten und sich auf die Situation vor Ort einzulassen. Inhaltlich gesehen sind Länder wie Indien oder Bangladesch für mich sehr spannend, weil dort die geschäftlichen Bedingungen aufgrund der Marktgegebenheiten noch ein bisschen schwieriger sind als anderswo und ich Herausforderungen liebe.“

 

Was macht dir an deinem Job am meisten Spaß?

„Am meisten Spaß macht mir die Transformation von heine. Wir verwandeln uns von einem klassischen Händler zu einer Modemarke. Wir setzen eigentlich ein komplettes neues Modell auf und zwar im laufenden Tagesgeschäft. Es ist ja nicht so, dass wir ein Startup sind, das bei Null anfängt und sich neu etabliert. Wir machen das alles, während der Zug mit voller Pulle über die Gleise rast. Das macht es extrem spannend und ich finde das richtig cool.“

 

Wenn du nicht Bereichsleiter geworden wärst, was wärst du dann geworden?

„Da standen viele Dinge auf der Liste. Wie das halt so ist in jugendlichen Zeiten. Da denkt man mal Rechtsanwalt zu werden oder Autoschlosser oder Polizist. Dass ich ein Bereichsleiter bei heine geworden bin, ist im Grunde genommen die Summe meiner beruflichen Entwicklung. Mein Ziel war es irgendwann einmal, in einer leitenden Funktion zu arbeiten. Kein Fachexperte im engen Sinne zu sein, sondern ein Generalist, der Themen inhaltlich, menschlich und prozessual managt. Meine Aufgabe ist es, die fachliche Expertise von Menschen in die richtigen Bahnen zu lenken und das gewinnbringend für heine einzusetzen. Das war immer mein Ziel. Dass es jetzt der Titel Bereichsleiter ist, das war mir eigentlich gar nicht so sehr wichtig, muss ich gestehen.“

 

Was war bisher dein größter Erfolgsmoment in deiner Zeit bei heine?

„In der Summe für heine, dass das letzte Geschäftsjahr so gut gelaufen ist. Persönlich gesehen, dass ich mit meinen direkten Mitarbeitern und meinen Bereichsleiterkollegen einen sehr guten und offenen Start hatte. Ich bin seit Juli 2017 bei heine und die Menschen hier sind mit mir vom ersten Tag an sehr offen und kollegial umgegangen.“

 

Vielen Dank für das Interview, Christian.

Autorin:
Lena Grosshans
Personalmarketing und Entwicklung