Buch-Tipp des Monats Mai: “Die Menschen, die es nicht verdienen” von Hjorth & Rosenfeldt

von | 23. Mai 2017

Die Menschen, die es nicht verdienen von Hjorth & Rosenfeldt

Lust auf spannende Lektüre? Heute stelle ich euch wieder ein Buch aus meinem Lieblingsgenre Krimi vor. Ein besonderes Faible habe ich hierbei für so genannte Bücherreihen, bei denen immer derselbe Ermittler oder Ermittlerin, oder auch dasselbe Team, zur Aufklärung der Fälle beiträgt. Für mich liegt der Vorteil darin, dass man die  Charaktere und persönliche Belange über mehrere Bände mitverfolgen kann. Sofern diese interessant ausgearbeitet sind. Ja, sie sind es! Das ist dem Autoren-Team Hjorth & Rosenfeldt vortrefflich gelungen. So ist dann nicht nur die Lösung des Falls spannend, sondern auch die Entwicklung des Privatlebens der Protagonisten. Die Reihe über den eigentlich nicht sehr sympathischen Kriminalpsychologen Bergmann, der eine schwedische Mordkommission bei der Aufklärung besonders schwieriger Fälle unterstützt, ist fesselnd, intelligent, voller Überraschungen und trifft somit voll und ganz meinen Geschmack. Genauer vorstellen möchte ich euch heute den fünften und zuletzt erschienenen Band Die Menschen, die es nicht verdienen

Inhalt

Sebastian Bergman. Kriminalpsychologe.
Er ist hochintelligent. Er liebt die Herausforderung.
Aber reicht das aus, um Leben zu retten?

Gerade noch hatte Mirre den Erfolg vor Augen, jetzt ist der Fernsehstar tot. Hingerichtet, mit einem Bolzenschuss in den Kopf. Seine Leiche findet man in einem Klassenzimmer, an einen Stuhl gefesselt, einen Fragebogen auf den Rücken geheftet. Mirres Leistung: mangelhaft. Er hat nicht bestanden. Und sein Tod ist nur der Anfang.
Während Kommissar Höglund von der Reichsmordkommission nach Spuren in Mirres Umfeld sucht, stößt Kriminalpsychologe Sebastian Bergman auf eine andere Fährte. Jemand spottet über die fehlende Bildung von Menschen, die im Rampenlicht stehen. Die Vorbildfunktion haben sollten, aber keine Vorbilder sind. Die ihren Erfolg nicht verdienen.
Sebastian will den Mörder aus der Reserve locken und ihn mit seinen eigenen Mitteln schlagen. Ein tödlicher Fehler …

Buch quer
Buch Sofa

Die Autoren

Michael Hjorth wurde 1963 geboren und ist in Schweden ein bekannter Regisseur, Produzent und Drehbuchschreiber. Er startete seinen Karriere nach einem Studium in New York als Editor im schwedischen TV – für die erfolgreiche schwedische Sitcom Svensson, Svensson erhielt er den Golden Gate Award. Darüber hinaus schrieb Hjorth unter anderem Drehbücher für die Verfilmungen der Bücher Die Brandmauer, Der Mann, der lächelte und Mitsommermord (alle von Henning Mankell). Gemeinsam mit Freunden und Geschäftspartnern gründete er außerdem die aktuell größte schwedische Produktionsgesellschaft.

 

Hans Rosenfeldt wurde 1964 im schwedischen Boras geboren und ist in seinem Heimatland Schweden ein beliebter Radio- und Fernsehmoderator. Er schreibt ebenfalls Drehbücher, zuletzt für die international bislang erfolgreichste skandinavische Serie Die Brücke – Transit in den Tod, die zahlreiche Preise erhielt. Und lebt aktuell in Täby Kyrkby. Nach Abschluss seiner Schullaufbahn nahm Rosenfeldt den Namen seiner Mutter an – geboren wurde er ursprünglich als Hans Petersson.
Ihre Krimireihe um den Stockholmer Psychologen Sebastian Bergman erscheint in 33 Ländern und wird von Sveriges Television in Kooperation mit dem ZDF verfilmt. Alle Bände befanden sich wochenlang in den Top 10 der Spiegel-Bestsellerliste.

Band 1: Der Mann, der kein Mörder war

Band 2: Die Frauen, die er kannte

Band 3: Die Toten, die niemand vermisst

Band 4: Das Mädchen, das verstummte

Band 5: Die Menschen, die es nicht verdienen

Mein persönliches Fazit

Ich finde, in ihrem fünften Band behandeln die Autoren ein durchaus aktuelles Thema: die Fernsehlandschaft hat sich verändert, seichte Unterhaltung und Dokusoaps verdrängen informative und anspruchsvolle Programme, und um „berühmt“ zu werden, muss man nicht mehr viel leisten. Gegen diesen Verfall geht nun ein Mann vor, der intelligent und gebildet ist, und somit zum würdigen Gegner für das Team um Sebastian Bergmann wird. Der Kriminalfall ist dabei ebenso fesselnd wie die persönlichen Geschichten der Teammitglieder. Diese sind sicher auch interessant, wenn man die früheren Bände nicht gelesen hat, aber die Gruppendynamik im Team und die Entwicklung der Mordermittlungen sind mit vorangegangenen Ereignissen verzahnt und lassen sich besser nachvollziehen, wenn man alle Bänder in der richtigen Reihenfolge gelesen hat. Der Erzählstil von Die Menschen, die es nicht verdienen ist flüssig und unterhaltsam, es bleibt durchweg spannend mit einer stark ansteigenden Spannungskurve und einem furiosen „Knalleffekt“ am Ende, der es mir wirklich schwer macht, mich bis zum Erscheinen des nächsten Bandes zu gedulden. Ich empfehle euch, diesen Kriminalroman möglichst im Anschluss an die vorherigen Bände zu genießen; so könnt ihr alle Nuancen des fünften Bandes voll und ganz würdigen und genießen. Aber auch für sich stehend ist Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt mit Die Menschen, die es nicht verdienen ein äußerst fesselnder Krimi gelungen, den ich für ausgesprochen lesenswert halte und wärmstens weiterempfehle.


Autor: Stephanie

Autor: Stephanie

Stephanie mag alles, was ausgefallen und individuell ist. Mode in großen Größen und besondere Deko- & Wohnideen sind ihr Steckenpferd.

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