Reisebericht Malaysia

Reisebericht Malaysia


Deutschland – Malaysia in 17 Stunden

Endlich ist er da, der lang ersehnte Urlaub. Wir hatten uns aus einem sehr pragmatischen Grund für Malaysia entschieden: Es gab günstige Flüge! Für 540€ pro Person (Hin- und Rückflug) ging es mit Turkish Airlines von Frankfurt nach Kuala Lumpur. Da wir ohnehin eine Schwäche für Asien entwickelt haben, musste nicht mehr lange nachgedacht werden und der Flug war schnell gebucht. Nach drei Stunden Flugzeit hatten wir einen Aufenthalt von 2 Stunden in Istanbul. Es war jedoch relativ schnell klar, dass aus den zwei geplanten Stunden vier werden würden, da der Flieger Verspätung hatte. Trotzdem ist Turkish Airlines wirklich nur zu empfehlen. Sie haben einen tollen Service geboten und auch die Flüge an sich waren sehr angenehm. Nach insgesamt 17 Stunden kamen wir endlich in Kuala Lumpur an und durften die ersten Sonnenstrahlen auf der Haut spüren. Wir wurden mit 33 Grad empfangen und an dieser Tagestemperatur hat sich während des gesamten Aufenthalts nichts geändert. Die Bewohner Kuala Lumpurs sind zum Großteil Chinesen (52%), Malaien (39%) und Inder (6%). Wie wir relativ schnell feststellten, kamen wir genau richtig zu den Feierlichkeiten des Chinesischen Neujahrs. 2015 ist das Jahr der Ziege, nach diesem Motto war die ganze Stadt, vor allem aber die meist chinesisch geführten Hotels und Shopping Malls, prachtvoll dekoriert. Für die Kinder gab es vor manchen Hotels sogar kleine Streichelzoos. Dekoration zum chinesischen Neujahrsfest Dekoration zum chinesischen Neujahrsfest vor der Suria Mall und den Petronas Towers

Kuala Lumpur: Shopping

Für unseren ersten Tag in Kuala Lumpur, oder auch KL wie die Einheimischen es gerne nennen, gab es eigentlich nur einen Plan und der lautete Shopping! Die gigantischen Malls reihen sich in der Bukit Bintang nur so aneinander. Hier gibt es im Vergleich zu Deutschland eine extreme Dichte an Luxuslabels, aber auch für den kleinen Geldbeutel ist einiges dabei. Allein die Größe und Architektur der asiatischen Shopping Center sind beeindruckend und absolut sehenswert. Was uns dann aber, selbst als erfahrene Asien-Touristen, kurz überrascht hat, war wie man einen ganzen Vergnügungspark inklusive Achterbahn in einem Shopping Center unterbringt. Das Berjaya Timesquare Einkaufszentrum hat uns damit zum Staunen gebracht. Neben der erwähnten Achterbahn, hatte diese Mall 10 Stockwerke mit Geschäften und eine riesige Bowlingbahn zu bieten. Bejaya Times Square Shopping Mall Bejaya Times Square Shopping Mall mit Achterbahn und Vergnügungspark Weitere Einkaufcenter, die ihr in Kuala Lumpur nicht verpassen dürft:

  • Pavillion
  • Starhill Gallery
  • Berjaya Timesquare
  • Suria (Bei den Petronas Twin Towers)
  • Midvalley Mega Mall
  • The Garden

Das ganze Shoppen macht natürlich auch extrem hungrig. Hier ist zum einen der Food Court im Untergeschoss des „Pavillion“ zu empfehlen – gigantische Auswahl und humane Preise. Wer aber das „richtige“ Asien sucht, sollte in die Jalan Alor gehen. Jalan Alor – Kuala Lumpur Jalan Alor – Kuala Lumpur

Kuala Lumpur: Batu Caves

Da Kuala Lumpur aber deutlich mehr zu bieten hat als überdimensionale Shopping Malls, stand am zweiten Tag der Reise Kultur auf dem Programm. Die Batu Caves sind beeindruckende Kalksteinhöhlen, ca. 15km außerhalb von Kuala Lumpur. In den Höhlen selbst sind mehrere Hindu Tempel errichtet, was für hauptsächlich indische Touristenströme sorgt. Die größte der Höhlen ist im Innenraum ca. 100m hoch und der Eingang ist über 272 Stufen zu erreichen. Bei einer Luftfeuchtigkeit von 80% und 35 Grad im Schatten ersetzt dieser Aufstieg jedes weitere Training. Zug zu den Batu Caves – Frauen-Abteil Zug zu den Batu Caves – Frauen-Abteil

Petronas Towers und Heli Lounge Bar

Zurück in der Stadt stand nun endlich DAS Wahrzeichen Kuala Lumpurs auf der Agenda: Die Petronas Towers. Die Türme wurden vom gleichnamigen Mineralölkonzern im Jahr 1999 offiziell eröffnet. Die Bauarbeiten dauerten ca. 6 Jahre. Mitunter das bekannteste Merkmal der Twin Towers ist die Skybridge zwischen dem 41. und 42. Stock in 172 Metern Höhe. Der Eintritt zur Skybridge kostet ca. 30€, dies beinhaltet die Fahrt mit dem Aufzug und einen sehr beeindruckenden Ausblick über die Malaiische Hauptstadt. Heli Lounge Bar Heli Lounge Bar mit einem atemberaubenden Rundum-Blick

Kuala Lumpur: China Town

Der letzte Tag in Kuala Lumpur stand ganz im Zeichen von China Town, dem wesentlichen Bestandteil der Altstadt Kuala Lumpurs. Viele von Kuala Lumpurs Sightseeing Highlights sind hier zu finden z.B. der Central Market, Kuan Yin Temple, die alte KL Railway Station sowie die wohl bekannteste Straße in diesem Gebiet, die Petaling Street. Hier findet der allabendliche Chinese Night Market statt. Neben zahlreichen, mehr oder eher weniger echten Marken-Artikeln, gibt es eine Vielzahl an Essenständen. Die Garküchen und Restaurants in dieser Ecke China Towns sind sehr zu empfehlen. Zum einen gibt es authentische asiatische Gerichte und zum anderen stimmt der Preis. Petaling Street Chinese Market in der Petaling Street

Langkawi

Von Kuala Lumpur aus ging die Reise weiter nach Langkawi. Die an der thailändischen Grenze gelegene Inselgruppe besteht aus 99 Inseln, wovon drei bewirtschaftet sind. Für die hauptsächlich asiatischen Touristen ist Langkawi vor allem aufgrund des Freihandels-Status interessant. Tabakwaren und Alkohol sind daher auf der Inselgruppe sehr viel günstiger als im Rest des Landes. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal Langkawis lockt vor allem Natur-Liebhaber an: Die Insel ist zu zwei Dritteln mit Regenwald bedeckt und darf den Titel UNESCO Geo Forest Park tragen. Dieser muss allerdings im Laufe des Jahres 2016 verteidigt werden. Wir wohnten im Berjaya Langkawi Resort. Traumhaft gelegen, direkt im Naturschutzgebiet, bietet das Resort viel Komfort, einen tollen Strand und eine Vielfalt an Tieren. Jeden Morgen und Abend bietet das Hotel eine kostenlose Führung durch das Areal, bei dem es viele kleinere und größere Tiere zu sehen gibt und vieles erklärt wird. Jedes Zimmer des Resorts ist eine eigene Hütte, die so zwischen die Bäume gebaut wurde, dass kein einziger gefällt werden musste. Berjaya Langkawi Resort Das Berjaya Langkawi Resort in toller Lage im Naturschutzgebiet

Skycap und Oriental Village

Die bekannteste Sehenswürdigkeit Langkawis ist die Langkawi Sky-Bridge. Die Schrägseilbrücke ist auf ca. 700m Höhe und bietet eine beindruckende Aussicht auf die Andamansee. Die Brücke wurde ursprünglich 2005 fertiggestellt, musste aber immer wieder nachgearbeitet werden. Da wir uns zumindest die Aussichtsplattform in dieser Höhe nicht entgehen lassen wollten, ging es direkt am zweiten Tag auf der Insel mit unserem gerade gemieteten Roller (ca. 35-45 Ringgit / Tag) auf den Weg zur Skybridge und dem dazugehörigen Skycap. Dabei handelt es sich um eine Gondel, die eher an Skiurlaub als an subtropische Inseln erinnert. Die Skybridge befindet sich im Oriental Village, einem (leider) künstlich angelegten Touristen-Dorf. Hier gibt es einige Souvenirläden, einen Supermarkt und einen kleinen Food Court. Was uns bei den eher wenigen europäischen Touristen doch verwundert hat: Es gab einen German Food Corner. Auf den Käsekuchen am Mittag haben wir dann aber doch zuliebe der tollen asiatischen Mahlzeiten verzichtet. Die Aussicht von der Skybridge ist absolut empfehlenswert und mit 35 Ringgit (ca. 8€) Eintrittspreis stimmte auch das Preis-Leistungsverhältnis. Langkawi Skybridge - Aussicht auf den Andamansee Von der Skybridge hat man eine tolle Aussicht auf den Andamansee

Kuah

Kuah, die Hauptstadt Langkawis, bietet keine großen Sehenswürdigkeiten, außer der am Hafen gelegenen riesigen Adler-Skulptur. Der Adler stellt das Wahrzeichen der Inseln dar und ist von vielen Legenden umgeben. Neben den vielen Einkaufsmöglichkeiten ist das eigentliche Herz Kuah‘s der Fährhafen. Dieser ist verantwortlich für große Touristenströme, da alle Fährschiffe vom Festland oder auch von benachbarten Inseln dort anlegen.

Telaga Tujuh & Seven Wells

Der Wasserfall Telaga Tujuh befindet sich in unmittelbarer Nähe des Sky-Cap. Er ist über eine Steintreppe zu erreichen. Der Aufstieg ist zwar insgesamt etwas anstrengend – die Mühe lohnt sich jedoch. Für Bewegungsmuffel ist der Hauptwasserfall bereits nach der Hälfte der möglichen Strecke zu erreichen. Wer allerdings etwas Besonderes entdecken möchte, sollte unbedingt ein paar Stufen weiter, zu den sogenannten Seven Wells gehen. Hierbei handelt es sich um sieben Becken, die mit Wasser gefüllt sind. In den Becken kann man baden und von einem zum anderen rutschen, sodass die Mühen des Aufstiegs allemal entlohnt werden. Hinweisschild The Meaning Of Forest Wer schon immer einmal wissen wollte, was „Forest“ bedeutet – hier eine mögliche Interpretation…

Tanjung Rhu Beach & Cenang Beach

Der Cenang Beach ist der wohl belebteste Strand der Inselgruppe und gerade bei jüngeren Backpackern sehr beliebt. Dort ist wohl das größte Angebot an Restaurants und Bars. Direkt am Strand gelegen findet man günstige Hotels und Bungalows. Der als schönster Strand der Insel bekannte Tanjung Ruh Beach war überraschenderweise sehr ruhig und leer, was ihn noch interessanter machte. Außer uns hatte der Strand mitten während der Hauptsaison noch etwa zehn andere Besucher. Aber auch dieser sehr ruhige Strand bietet auf der Zufahrtsstraße einige Garküchen und kleine Stände mit Souvenirs und Getränken.

Mangroven Tour & Kilim GEOFOREST Park

Wer etwas mehr von den Inseln sehen möchte, sollte sich die Dschungel-Tour und die Mangroven-Tour auf keinen Fall entgehen lassen. Diese Touren sollten jedoch unbedingt außerhalb des Hotels gebucht werden, beispielsweise in Kuah oder am Cenang Beach. Die Preise im Hotel sind teilweise doppelt so hoch wie die Preise, die man sogar ohne Verhandeln im Reisebüro oder am Straßenstand erhält. Die Mangroven-Tour, die auch durch den Kilim GEOFOREST Park führt, bietet neben den Mangroven den Besuch einer Fisch-Farm, Fledermaus-Höhlen und kurze Stopps auf kleineren Inseln. Von den kleinen Booten aus kann man bei gutem Wetter auch die Küste Thailands sehen.

Pasar Malam – Nachtmarkt auf Langkawi

Wie in den meisten asiatischen Ländern ist einer der Hauptreisegründe für viele Urlauber das unglaublich gute Essen. So geht es zumindest uns. Da leider viele Restaurants mittlerweile auf Touristen ausgerichtet sind und nicht mehr das „wahre“ Gesicht des Landes widerspiegeln, sind die Nachtmärkte absolut empfehlenswert. Hier gehen auch die Einheimischen essen, was generell ein gutes Zeichen ist. Neben den authentischen Gerichten sind die Preise sehr viel besser. Sie bewegen sich im Bereich von 0,25€ für Gebäck bis 2,00€ für ein Hauptgericht. Auf Langkawi reist der Nachtmarkt jeden Tag von Dorf zu Dorf, daher unbedingt auf den Wochentag achten! Beginn ist täglich ab ca. 17:00. Nachtmarkt-Plan 2015:

  • Sonntag:        Padang Matsirat
  • Montag:          Ulu Melaka
  • Dienstag:        Kedawang
  • Mittwoch:        Kuah
  • Donnerstag:    Pantai Cenang
  • Freitag:           Padang Lalang
  • Samstag:        Kuah

Nachtmarkt Langkawi Auf dem Nachtmarkt Langkawi essen auch die Einheimischen

Mein Fazit

Für mich ein traumhafter Urlaub, der leider viel zu kurz war. Da es noch so viel mehr zu entdecken gibt, wird das bestimmt nicht unsere letzte Malaysia Reise gewesen sein! Jana liebt alles, was das Leben schöner macht. Dazu gehören Mode & Wohn-Trends genauso wie Lifestyle-Messen & Streetfood.

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