Strand_Seychellen

Seychellen – Das Paradies auf Erden?

 

Seychellen – ein Reisebericht

Kristallklares Wasser, weiße Strände, mit Palmen gesäumte Felsformationen, die bis ins türkisfarbene Wasser reichen – auf diversen Suchmaschinen erscheinen unzählige paradiesisch anmutende Bilder der Seychellen. Nicht umsonst wurde dort auch der bekannte Werbespot eines Spirituosen-Herstellers gedreht! So sind wir auf der Suche nach dem perfekten Urlaubsziel recht schnell auf die Seychellen gestoßen.  Nachdem auch das Klimadiagramm bestes Reisewetter für Mai/Juni verspricht, war die Entscheidung sofort gefallen. Im Reisebüro unseres Vertrauens haben wir – ganz im Gegensatz zu unseren bisherigen Backpacker-Urlauben in Südostasien – neben dem Flug auch alle Unterkünfte und Transfers im Vorhinein gebucht. Um ein kleines Maß an Flexibilität beizubehalten, haben wir uns jedoch, was die Verpflegung anbelangt, lediglich für Übernachtungen mit Frühstück entschieden.

Türkisfarbenes Wasser und weiße Strände wohin das Auge reicht …

Fakten Seychellen:

  • Inselstaat im Indischen Ozean aus 115 einzelnen Inseln
  • Größte Inseln: Mahé, Praslin, La Digue
  • Hauptstadt: Victoria, Insel Mahé
  • Ca. 89.000 Einwohner
  • Währung: Seychellen-Rupie (Bezahlung in Euro oftmals ebenfalls möglich)
  • Sprachen: Französisch, Englisch, Kreol
  • Klima: Tropisches Inselklima
  • Flugzeit von Frankfurt – Mahé:  Ca. 9-10 Stunden reine Flugzeit – mit Direktflug (Condor) oder mit Stop-Over (Arabische Airlines) möglich
  • Beste Reisezeit:  Mai/Juni

Wo liegen die Seychellen?

Seychellen – ein Reisebericht

Kristallklares Wasser, weiße Strände, mit Palmen gesäumte Felsformationen, die bis ins türkisfarbene Wasser reichen – auf diversen Suchmaschinen erscheinen unzählige paradiesisch anmutende Bilder der Seychellen. Nicht umsonst wurde dort auch der bekannte Werbespot eines Spirituosen-Herstellers gedreht! So sind wir auf der Suche nach dem perfekten Urlaubsziel recht schnell auf die Seychellen gestoßen.  Nachdem auch das Klimadiagramm bestes Reisewetter für Mai/Juni verspricht, war die Entscheidung sofort gefallen. Im Reisebüro unseres Vertrauens haben wir – ganz im Gegensatz zu unseren bisherigen Backpacker-Urlauben in Südostasien – neben dem Flug auch alle Unterkünfte und Transfers im Vorhinein gebucht. Um ein kleines Maß an Flexibilität beizubehalten, haben wir uns jedoch, was die Verpflegung anbelangt, lediglich für Übernachtungen mit Frühstück entschieden.

Welche Vorbereitungen muss ich für eine Seychellen-Reise treffen?

Um für einen Urlaub auf den Seychellen perfekt ausgerüstet zu sein, gibt es ein paar Dinge, die man vor der Abreise beachten sollte. Neben den üblichen Reise-Utensilien wie Reisepass, Kreditkarte etc. sollte man Folgendes unbedingt in den Koffer packen:

  • Sonnencreme (aufgrund von Äquator-Nähe ab LSF 30 empfehlenswert)
  • Mückenspray („Anti Brumm“ hilft wirklich)
  • Schnorchel-Ausrüstung (Flossen nicht unbedingt notwendig, aber Wasserschuhe können von Vorteil sein)
  • Adapter
  • Taschenlampe für La Digue
  • Feste Schuhe
  • Lesematerial

Wer keine eigene Schnorchel-Ausrüstung besitzt oder diese zu Hause vergessen haben sollte, kann sich auch vor Ort welche ausleihen. Ich mag jedoch lieber meine eigene Ausrüstung. Brille an, Schnorchel in den Mund –  und los geht’s! Die Unterwasser-Welt auf den Seychellen ist wundervoll und es kann von den meisten Stränden direkt losgeschnorchelt werden! Aufgrund von Steinen oder Seegras sind Tauchschuhe von Vorteil. Wenn man diesbezüglich jedoch nicht so empfindlich ist, geht das natürlich auch ohne. Da die Wassertemperatur eigentlich immer über 25° Grad liegt, fühlt sich das Baden eher wie ein Ausflug in die Badewanne an und ein Neoprenanzug oder ähnliches ist aufgrund der Wassertemperatur definitiv nicht von Nöten. Auf Folgendes kann man in seinem Koffer getrost verzichten:

  • Seychellen-Rupie
  • Internationaler Führerschein
  • Lange Kleidung (außer für Männer in edleren Hotels am Abend)
  • Strand-Handtücher

Das Zahlen mit Kreditkarte ist in den meisten Restaurants und Geschäften möglich. Oftmals kann man sogar mit Euro bezahlen. Benötigt man dennoch Bargeld, so ist das kostenlose Abheben an Geldautomaten per Kreditkarte die günstigste Variante (das bietet bspw. die Deutsche Kreditbank an). Das Geld vorher in Deutschland zu tauschen, ist in den meisten Fällen die teurere Alternative. Gerade auf Mahé bietet es sich an, ein Auto zu mieten und die Insel zu erkunden. Einen internationalen Führerschein haben wir dabei nicht benötigt. Lange Kleidung braucht man allenfalls für das Flugzeug. Auf den Seychellen ist es auch abends so warm, dass man definitiv keine lange Kleidung benötigt. Lediglich für die Herren der Schöpfung könnte es ratsam sein, welche einzupacken, denn je nach Hotel ist eine lange Hose für das Abendessen erwünscht. Des Weiteren bieten alle Hotels kostenlose Strand-Handtücher an, weshalb man sich den Platz im Koffer sparen kann. W-Lan gibt es standardmäßig übrigens auch in fast allen Hotels!

Was sollte man außerdem über einen Seychellen-Aufenthalt wissen?

Alles keine Gründe, nicht auf die Seychellen zu fliegen, jedoch einfach nützlich, wenn man im Vorhinein Bescheid weiß und keine bösen Überraschungen erleben möchte:

Regen auf den Seychellen ist keine Seltenheit

Vielleicht war ich einfach nur nicht optimal vorbereitet, aber die Seychellen hielten auf jeden Fall ein paar Überraschungen für mich bereit. So habe ich gelernt, dass Regen trotz „Trockenzeit“ absolut keine Seltenheit darstellt. Betrachtet man das Klimadiagramm, so sieht man eigentlich, dass die Regentage auch auf dem niedrigsten Niveau ca. 4 Mal pro Monat auftreten – im Durchschnitt. Das kann durchaus bedeuten, dass es im Mai oder Juni auch öfter als 4 Tage regnet! Ich habe mir sagen lassen, dass es in Äquatornähe einfach normal ist, dass es auch mal regnet und wenn man sich das üppige Grün auf den Inseln anschaut, dann ist das auch schlüssig! Man sollte sich vorher einfach im Klaren darüber sein, dass es auch mal regnen kann und sich davon nicht die Laune vermiesen lassen. Oftmals klart es nach einem Regenschauer auch schnell wieder auf und wenn es bewölkt bleibt, dann ist das bei den hohen Temperaturen auch mal ganz angenehm.

Seegras kann das Badevergnügen enorm beeinträchtigen

Ich habe vor unserer Reise zwar über Seegras gelesen, habe mir aber keine weiteren Gedanken darüber gemacht. Wäre uns bewusst gewesen, dass das Baden an unserem Hotelstrand auf Praslin quasi gar nicht möglich ist, hätten wir uns sicherlich für eine andere Unterkunft entschieden. Ich kann euch daher nur empfehlen, euch vor der Buchung auf jeden Fall darüber zu informieren.

Das Preisniveau auf den Seychellen sollte vorher bedacht werden

Es sollte einem auch bewusst sein, dass das Preisniveau auf den Seychellen recht hoch ist und die Lebensmittel- und Restaurantpreise keinesfalls mit unseren zu vergleichen sind. Wenn man im Urlaub gerne viel schlemmt und das Abendessen mit mehreren Gängen genießen möchte, dann sollte man sich womöglich besser für eine Halbpension entscheiden. Wir haben uns irgendwann abgewöhnt, alles in Euro umzurechnen, denn schließlich will man seinen Urlaub ja genießen und nicht jeden Pfennig umdrehen müssen – man sollte sich darüber aber vorher im Klaren sein und ausreichend Geld vor Ort einplanen. Auch wenn einem das Preis-Leistungsverhältnis in Restaurants und ggfs. Hotels nicht allzu ausgeglichen erscheint, so dürft ihr nicht vergessen, dass man hier in einem unvergesslichen Naturparadies lebt!

Auf den Seychellen wird es früh und schnell dunkel

Was die Äquatornähe ebenfalls mit sich bringt, ist die vergleichsweise kurze Dämmerung und das frühe Eintreten der Dunkelheit. So ist es bereits um 6/halb 7 Uhr dunkel. Wenn man den Tag voll auskosten will, ist es also ratsam, diesen recht frühzeitig zu beginnen. Am Abend kann es dann schlagartig dunkel werden. Gerade auf La Digue ist es deshalb ratsam, sich eine Taschenlampe einzupacken, da Straßenlaternen eine Rarität darstellen und man ohne Licht ziemlich aufgeschmissen ist. Wenn es auch früh dunkel wird, kalt ist es hier eigentlich trotzdem nie! 

Vegetarisch leben auf den Seychellen?

Für mich persönlich stellt sich vor einer Reise ins Ausland grundsätzlich die Frage, inwiefern ich mich dort auch vegetarisch ernähren kann, da weder Fleisch noch Fisch auf meinem Speiseplan steht. Ehrlich gesagt hatte ich vor der Abreise schon ein etwas mulmiges Gefühl, da in diversen Reiseberichten bei landestypischem Essen immer nur viel von frischem Fisch berichtet wurde. Auf den Seychellen angekommen, bestätigten sich meine Befürchtungen zum Großteil. Fisch gibt es wie Sand am Meer und das auch zu einem recht guten Preis. In unserem ersten Hotel auf Mahé gab es glücklicherweise immer eine vegetarische Alternative, die recht abwechslungsreich war. In vielen à la carte-Restaurants gab es, wenn überhaupt, eine sehr magere Auswahl an vegetarischen Gerichten. Für eine Pizza Margherita 15€ oder ein Gemüse-Curry 20€ zu zahlen, ist leider Alltag auf den Seychellen. Ein vegetarisches Mekka waren die Seychellen definitiv nicht, aber verhungert bin ich auf jeden Fall auch nicht!

Insel-Hopping auf den Seychellen

Ein Insel-Hopping auf den Seychellen? Klingt gut – aber welche Inseln bieten sich dafür überhaupt an? Für ein Insel-Hopping bieten sich die drei größten Inseln der Seychellen an: Mahé, Praslin und La Digue. Da sich der einzige internationale Flughafen auf Mahé befindet, ist diese Insel die optimale Ausgangsbasis, um alle drei Inseln zu bereisen.

 

Mahé

Die Insel

Bereits im Flugzeug fallen einem die bergige Landschaft sowie das satte Grün der Insel ins Auge. Nach 12 Stunden endlich am Ziel angekommen, erschlägt es einen beim Aussteigen auf das Rollfeld erst mal. Die Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit sind anfangs noch etwas heftig, man gewöhnt sich jedoch recht schnell an das Klima. Die Insel  Mahé an sich hat einige sehr schöne Strände zu bieten und alleine die Fahrten von Ost-nach West oder umgekehrt sind lohnenswert, da man immer wieder  mit tollen Aussichten und richtigem Dschungel-Flair belohnt wird.

Hotelbewertung auf Mahé: Anse Soleil Beachcomber

Location, Location, Location! Das im Westen gelegene Hotel ist klein, aber fein! Auf dem Weg vom Flughafen dorthin überquert man das hügelige Landesinnere, das schon sehr an einen Dschungel erinnert. Nach einer ca. 30-minütigen Fahrt über ziemlich steile Straßen erreicht man die familiär geführte Unterkunft. Hier empfiehlt es sich sehr, ein Auto zu mieten, was aber absolut problemlos vor Ort zu erledigen und mit 35€ pro Tag erschwinglich ist. Die Unterkunft liegt direkt an einem der schönsten Strände der Insel, dem Anse Soleil. Man kann hier super schnorcheln, auch ein kostenloser Kanu-Verleih ist möglich und je nach Wetter hat man sogar eine richtige Brandung und kann sich in die Wellen stürzen. Die Standard Zimmer haben im Vergleich zu den Superior Zimmern sogar die bessere Lage mit direktem Strandblick. Wer also auf einen Fernseher verzichten kann, für den sind diese Zimmer vollkommen ausreichend. Die Lage am wahren Traumstrand spricht absolut für diese Location und es ist ein guter Startpunkt, um die Insel per Auto zu erkunden. Wer ein Luxushotel möchte, der ist hier jedoch evtl. an der falschen Adresse.

Ausblick von der Terasse in Anse Soleil, Mahé

Mahé: Sehenswertes

Sehr lohnenswert sind Wanderungen auf der Insel. Im Morne Seychellois National Park kann man nicht nur den kleinsten Frosch der Erde hören – und mit viel Glück auch sehen – sondern wird bei gutem Wetter auch mit einer wundervollen Aussicht auf die Hauptstadt Victoria und den St. Anne Marine Park belohnt. Das Glück der guten Sicht hatten wir an dem Tag leider nicht, dafür haben wir den fingernagelgroßen Frosch mit unseren eigenen Augen gesehen! Auch wenn man durch das dichtwachsende Grün gut vor der Sonne – oder auch Regen – geschützt ist, so sollte man immer an ausreichend Wasser und festes Schuhwerk denken! Die Hauptstadt Victoria hatte unserer Meinung nach nicht sonderlich viel zu bieten und ist keinesfalls ein Muss! Wen es jedoch trotzdem hin verschlägt, der sollte einen Abstecher zum Markt machen (Sir Selwyn Selwyn-Clarke Market), wo man allerlei Obstsorten, Fisch Gewürze sowie Souvenirs kaufen kann. Alles in allem war Mahé für uns ein toller Start auf den Seychellen. Die Möglichkeit, ein Auto zu mieten und die Insel mit seinen vielen tollen Stränden auf eigene Faust zu erkunden, hat uns sehr gefallen! Hier ist allerdings Voricht geboten: Es herrscht Linksverkehr! Wer sich noch etwas Besonderes gönnen möchte oder schnell seekrank wird, kann für den Transfer von Mahé nach Praslin einen Flug mit einer kleinen Propellermaschine buchen.  Dieser dauert lediglich 20 Minuten und war für uns ein absolutes Highlight.

Korallenriff von Mahé

Praslin

Die Insel

Von der Insel an sich haben wir nicht ganz so viel gesehen, da wir uns hier kein Auto gemietet hatten und das Hotel relativ abgeschieden lag. Die öffentliche Verkehrsanbindung ist allerdings nicht zu verachten und so hatten wir die Möglichkeit, direkt vor dem Hotel in den Bus zu steigen, der einen zum Spottpreis über die Insel fährt. Da das Wetter an zwei von vier Tagen jedoch eher bescheiden war, haben wir den Fokus unseres Aufenthaltes vielmehr auf die Hotelanlage gelegt und dieses Angebot auch dementsprechend wenig genutzt. Auf der zweitgrößten Insel der Seychellen geht es insgesamt weitaus ruhiger zu als auf Mahé. Die Strände von Praslin gelten zudem als die weißesten Strände weltweit. Durch die Monsunwinde wird jedoch vor allem auf Praslin zu bestimmten Jahreszeiten enorm viel Seegras angeschwemmt. Damit kann das Badevergnügen an bestimmten Küsten der Insel sehr einschränkt sein. Naturliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten. So können sie an Land sehr seltene Vogel- sowie Palmenarten und im Wasser alte Korallenriffe bewundern.

Hotelbewertung auf Praslin: Coco de Mer

Das Hotel im Süden der Insel gleicht einer Wohlfühl-Oase mit vielen verstreuten Sitz- und „Chill-out“-Gelegenheiten. Im (Superior) Zimmer gibt es zum Entspannen sogar eine Badewanne mitten im Raum. Der Pool mit Meerblick lädt genauso zum Verweilen ein wie die vielen Hängematten und Liegen oberhalb des Meeres. Das Resort bietet neben einem kleinen Gym weitere Sportaktivitäten wie Tennis oder Stand-Up Paddling an. Das große Frühstücks-Buffet ist sehr vielfältig und lässt keine Wünsche offen. Auch das Abendessen, welches wir zum Großteil à la carte bestellt haben, ist sehr zu empfehlen. Das Personal war jederzeit sehr freundlich und bemüht und auch ein Zimmerwechsel war ohne Probleme und in kürzester Zeit vollzogen. Im Coco de Mer kann man sich rundum verwöhnen lassen. Wer dem Luxus noch eins drauf setzen möchte, kann sich in den dazugehörigen Black Parrot Suites verwöhnen lassen. Der große Nachteil zu der Jahreszeit war allerdings die große Menge an Seegras im Meer, welches von April bis November an den gesamten Stränden der Südwestküste angeschwemmt wird. Man sollte sich bewusst sein, dass das Baden im Meer sehr beeinträchtigt ist und man quasi gar nicht ins Wasser kann oder will. Von Ende November bis Ende Februar hat man das gleiche Problem an den Stränden der Nord- und Nordostküste. Der nächste Strand ohne Seegras war ziemlich weit entfernt, aber immerhin bietet das Hotel von Montag bis Freitag einen kostenlosen Shuttle Bus zum Anse Lazio an, der sehr schön ist. Nichtsdestotrotz ist die Fahrtzeit mit 40 Minuten relativ lang und die Rückfahrt beginnt ebenfalls schon wieder um 13 Uhr.

Pavillon Hotel Coco de Mer, Praslin

Praslin: Sehenswertes

Wer einen Aufenthalt auf Praslin verbringt, für den ist auch ein Besuch im Valleé de Mai ein Muss. Der Nationalpark gehört zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Seychellen und wurde 1983 sogar in die Liste des Weltnaturerbes aufgenommen. Das Valleé de Mai ist ein riesiges Palmenmeer und beheimatet eine Vielzahl endemischer Flora und Fauna. Die Hauptattraktion des dichten Palmenurwalds ist die Coco de Mer. Mit 25 Euro zwar ein stolzer Eintrittspreis, aber auf jeden Fall sehenswert!

Valleé de Mai, Praslin

An seegrasfreien Stränden ist das Schnorcheln auch auf Praslin wunderbar. Der schönste Strand der Insel selbst ist Anse Lazio, welcher von vielen immer wieder als einer der schönsten Strände der Seychellen überhaupt beschrieben wird. Was Wertsachen betrifft, ist an dem Strand allerdings Vorsicht geboten. Ein Polizist machte Touristen immer wieder darauf aufmerksam, dass man diese nicht unbeobachtet am Platz zurücklassen soll, da Diebstähle hier anscheinend nicht selten vorkommen. Ansonsten kann man von Praslin aus mehrere Ausflüge zu benachbarten Inseln machen. Wer trotz der tropischen Temperaturen gerne aktiv ist, kann wandern gehen oder die Insel per Fahrrad erkunden. Man sollte sich hier jedoch auf ein eher schweißtreibendes Unterfangen gefasst machen, da die Insel relativ bergig ist… Während es bei der Anreise von Mahé nach Praslin die Möglichkeit gibt zu fliegen, besteht bei der Weiterreise nach La Digue keine Alternative zur Fähre. Läuft man am Strand immer weiter gen Westen, dann kommt hier noch mal eine kleinere und abgeschiedene Badebucht, die man mit nur wenigen anderen Badegästen teilen muss.

La Digue

Die Insel

Bekanntlich kommt das Beste ja zum Schluss – in diesem Falle auch! La Digue war der krönende Abschluss unserer Seychellen-Reise. Die Anreise mit der Fähre von der Nachbarinsel Praslin dauert gerade mal 20 Minuten und lässt schon weitem die Schönheit der Insel erahnen. Die, mit 5 Kilometern Länge und 3 Kilometern Breite, sehr kleine Insel besitzt einen ganz eigenen Charme und versprüht dabei ein sehr entspanntes und relaxtes Flair. Alleine die Tatsache, dass auf der Insel kaum Autos fahren und jeder mit seinem Fahrrad durch die Gegend cruised, lässt einen komplett vom Alltag abschalten.  Aufgrund der lediglich knapp 10 Quadratmetern Fläche lässt sich alles bequem per Fahrrad oder auch zu Fuß erreichen. Die Fahrräder kosten ca. 10-15Euro am Tag und können bei fast jedem Hotel oder am Hafen ausgeliehen werden. Die Versorgung mit Lebensmitteln ist hier fast besser als auf den anderen beiden Inseln. Im Supermarkt bekommt man eigentlich alles, was man braucht und durch die kurzen Wege ist der Aufenthalt in einer Ferienwohnung mit Selbstverpflegung ebenfalls gut möglich und stellt sicherlich die günstigere Alternative zum Hotel dar. Ausicht vom Nid d'Aigle, La Digue

Aussicht vom Nid d’Aigle, La Digue

Ausicht vom Nid d'Aigle, La Digue

Aussicht vom Nid d’Aigle, La Digue

Hotelbewertung auf La Digue: Le Repaire

Das Hotel Le Repaire ist ein kleines, schnuckeliges Hotel an der West-Küste von La Digue. Die Zimmer sind neu und sehr modern eingerichtet. Mit ein wenig Glück hat man auch im Standard Zimmer einen Meer-Blick inklusive. Ansonsten bieten diesen nur die zwei Superior Zimmer, die aus diesem Grund auch heiß begehrt sind. Zum Strand durchquert man einen kleinen Garten, in den man auch beim alltäglichen Frühstück und Abendessen, im italienischen Restaurant, blickt. Der Strand ist ebenfalls sehr schön, nur leider zu dieser Jahreszeit nicht komplett frei von Seegras. Möchte man nicht ins Meer, so kann man sich immer noch im kleinen Pool abkühlen. Das Essen war gut, aber auch für Seychellen-Verhältnisse recht teuer.

La Digue: Sehenswertes

Die Insel hat traumhafte Strände zu bieten: Petite Anse, Anse Cocos, Anse Sevère und natürlich der berühmte Anse Source d’Argent. Letzteren erreicht man nur durch den Estaté Union, der jedoch ein Eintrittsgeld von ca. 7 Euro pro Person kostet. Auf dem Weg zum Strand kann man auch ein paar Dutzend Riesen-Schildkröten begutachten, die dort in einem Gehege leben.  In nur wenigen Minuten erreicht man dann den weltbekannten Anse Source d’Argent mit seinen traumhaft schönen Felsformationen. Zu Stoßzeiten kann der Strand durch seine enorme Bekanntheit in der Tat auch etwas überlaufen sein. Geht man jedoch etwas weiter vom Eingang weg, gibt es wieder mehr freie Plätze und gegen Nachmittag lichtet sich die Zahl der Sonnenanbeter in der Regel sowieso. Ein Besuch des Strandes ist auf jeden Fall sehr zu empfehlen und auch die Veränderung des Strandes von Ebbe zu Flut sollte man miterleben. So sieht das Meer bei Ebbe atemberaubend schön aus und man kann sehr weit nach draußen laufen. Sobald das Wasser wieder ansteigt, ist das Schnorcheln dann etwas einfacher und die Fische tummeln sich bereits ganz vorne am Strand! Die einzigartigen Felsformationen sind als Fotokulisse sehr gefragt und bei Ebbe sind diese auch einigermaßen gut zu erklimmen.

Während sich die Strände im Westen sehr gut zum Schnorcheln eignen, kann das im Osten schon eher schwierig werden. Dadurch, dass den Stränden im Südosten kein Riff vorgelagert ist, können die Strömung und der Wellengang sehr stark sein. Geübte Surfer dagegen kommen hier voll auf ihre Kosten. Petite Anse und Anse Cocos sind per Fahrrad nicht zu erreichen. Zu besagten Stränden führt lediglich ein Pfad von Grand Anse durch den Dschungel. Hat man diesen jedoch bewältigt, wird man mit traumhaften und meist einsamen Stränden belohnt. Auch unterwegs kann man sich an der farbenfrohen Tierwelt und tollen Aussichten erfreuen.  Am Anse Cocos gibt es am nördlichen Ende sogar ein kleines „Schwimmbecken“, in dem man ebenfalls wieder seine Schnorchel-Ausrüstung einsetzen kann. Grand Anse + petite Anse, La Digue

Grand Anse + petite Anse, La Digue

Grüner Gecko auf La Digue

Wer trotz des Klimas noch mehr Bewegung braucht, der kann den Nid d’Aigle besteigen. Der 333 Meter hohe Berg ist laut Beschilderung nach 2,4 Kilometern erklommen und verspricht wunderbare Aussichten auf La Digue und die umliegenden Inseln. Die Wanderung in Kombination mit den klimatischen Bedingungen hat es jedoch echt in sich. Schweißgebadet sind wir nach ca. 1,5 Stunden auf dem Gipfel angekommen und wurden tatsächlich mit einer traumhaften Aussicht belohnt. Nicht zu empfehlen ist die Tour jedoch mit Flip Flops und einem Mangel an ausreichenden Wasser-Reserven…

La Digue ist nicht nur ein idealer Aufenthaltsort, sondern eignet sich auch hervorragend als Ausgangspunkt zu diversen Tages- und Halbtages-Touren. Diese direkt vor Ort zu buchen, ist oftmals günstiger, als das beim Reiseveranstalter zu tun. So bietet sich ein Ausflug zu Coco Island und Felicité an. Hier hat man beste Schnorchel- und Tauchmöglichkeiten mit unzähligen Fischarten, Korallen und sogar Schildkröten. Auf dem Weg zurück hatten wir sogar das Glück, Hunderte von Delfinen zu sehen. Alles in allem war La Digue für uns das perfekte Urlaubsziel und wir würden jederzeit wieder hierher kommen.

Seychellen: La Digue wird mich wiedersehen!

Alles in allem war es ein wunderschöner Urlaub. Würde ich noch mal wiederkommen? Auf La Digue auf jeden Fall! Die beiden anderen Inseln waren zwar ebenfalls sehr schön, aber für ein zweites Mal empfand ich , gerade im Vergleich zu anderen Reiseländern wie Thailand, Vietnam, etc., das Preis-Leistungsverhältnis als nicht ganz ausgewogen. Im Gegensatz zu ebendiesen Ländern bieten die Seychellen jedoch gerade aufgrund des hohen Preisniveaus Exklusivität, Sauberkeit und hohen Komfort, was man in Südostasien nicht unbedingt so vorfindet. Außerdem sind die Seychellen ein Naturparadies, wie man es nur selten erlebt! Die Verständigung klappt einwandfrei, sobald man ein wenig Englisch oder Französisch spricht. Junge Backpacker, die vordergründig auf Partymachen aus sind, findet man hier ebenso wenig wie zugemüllte Straßenecken. Ich denke, ich werde noch eine lange Zeit von den Seychellen träumen…

Seychellen: Must do‘s

  • Schnorcheln an fast allen Insel-Stränden
  • Schnorchel-Tour nach Isle de Coco + Curieuse
  • Wandern (super Aussichtspunkte auf Mahé und La Digue)
  • Kanu fahren
  • Auto mieten auf Mahé
  • Vallee de Mai (Praslin)
  • Radfahren auf La Digue
  •  Relaxen am Anse Source d’Argent (La Digue)

Was sind die besten Strände der Seychellen?

  • Praslin: Anse Lazi
  • Mahé: Anse Soleil
  • La Digue: Anse Source d’argent, Anse Coco, Petite Anse, Anse Sévère

Sarah ist verrückt nach Mode und liebt es, durch die Welt zu reisen! Palmen, Sonne & Meer machen sie glücklich.

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