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Sneaker – vom Turnschuh zum Sammlerstück


Sneaker – zwischen Philosophie und Kult

Das wohl bequemste Schuhwerk der Welt wurde in den USA bereits in den frühen 80er Jahren zum Kult. Zu diesem Zeitpunkt begann die Kooperation des Sportartikelherstellers Nike mit dem Basketballstar Michael Jordan: Der Air Jordan 1 wurde geboren! Der Hype um diese „Collabo“ und damit um den Turnschuh an sich, ist bis heute nicht abgeflacht. Ganz im Gegenteil, die Sneakerhysterie hat es schon längst über den großen Teich geschafft und ist in Europa angekommen. Viel interessanter wie der geschichtliche Hintergrund, sind für mich jedoch die Ausmaße, welche die Sneakerszene in Deutschland heute angenommen hat. Nach wie vor sind die begehrtesten Modelle diejenigen, welche bei der Zusammenarbeit namhafter Hersteller wie Nike, Adidas, Asics, New Balance und Co. mit Prominenten oder Shops entstehen. In den meisten Fällen werden diese direkt zu Sammlerstücken und können für Preise weit über dem Retail (den der Kunde im Laden bezahlt) weiterverkauft werden.

Turnschuhe als Geldanlage?

Eine der aktuell teuersten Collabos ist der Patta x parra x nike air max 1 (Zusammenarbeit zwischen Nike und dem Patta-Store aus Amsterdam). Dieser wird auf Portalen wie beispielsweise www.klekt.it, je nach Zustand und Größe, für bis zu 3.000€ gehandelt. Die angebotenen Modelle werden in Qualitätsklassen von 1-10 eingestuft, wobei eine 10 dem bestmöglichen Zustand entspricht und damit einem „Deadstock“ gleichzusetzen ist. Deadstock bedeutet so viel wie „nicht getragen und originalverpackt“.

Patta X Parra X Nike Air max 1

Patta x parra x nike air max 1

Ronnie Fieg X Asics Gel Lyte

Ronnie Fieg X Asics Gel Lyte

Natürlich definiert sich eine solche Sonderedition vor allem durch begrenzte Stückzahlen. Diese bedeuten wiederum, dass nicht jeder Shop dieses Modell verkaufen darf. Um diese Modelle entsteht in den meisten Fällen ein regelrechter Hype.

Kultläden für echte Sneaker-Fans

Zu den bekanntesten Läden weltweit zählen beispielsweise Patta in Amsterdam, Kith in New York, Bait in LA und Seattle und die Berliner Solebox. In Deutschland solltet ihr euch neben der Solebox bei 43einhalb (Fulda), Overkill (Berlin), Afew (Düsseldorf), Asphaltgold (Darmstadt), Suppa (Stuttgart), The good will out (Köln) oder Save Our Sole (Karlsruhe) umschauen.

Sondereditionen – wer zuerst kommt…

Nun zum Thema Release: Für jede Sonderedition oder Collabo gibt es ein sogenanntes Release-Date, welches den Händlern vorgegeben wird. Erst ab diesem Zeitpunkt darf der jeweilige Schuh in den Verkauf gehen. „Sneakerheads“ (= leidenschaftliche Turnschuhsammler), die sicherstellen wollen an diesem Release-Tag auch wirklich rechtzeitig vor Ort zu sein, treffen sich gerne bereits vor den offiziellen Ladenöffnungszeiten und stehen für das begehrte Stück Schlange. Wenn die Wartezeit dann sogar über Nacht andauert, bezeichnet man das als „Campout“. Am Tag oder Abend vor einem großen Release hängen die Storebetreiber Listen aus, in die sich die Wartenden bei der passenden Größe eintragen können. Mehrere clevere Turnschuhfanatiker tragen sich zwar gerne am Vorabend in die Listen ein, verbringen die Nacht aber dann im gemütlichen Bett zuhause. Mittlerweile werden die Listen daher auch nachts kontrolliert und falls kein Kunde für den eingetragenen Namen anwesend ist, wird dieser wieder gestrichen. Sneaker Schuhrelease

Sneaker Schuhrelease

Sneaker Overnight Campout

Sneaker Overnight Campout

Reseller-Portale und Sneaker-Messen

Wie bereits erwähnt gibt es spezielle Reseller-Portale auf denen Sammler ihre Errungenschaften verkaufen oder tauschen können. Darüber hinaus haben sich mehrere kleinere und größere Messen etabliert wie beispielsweise die Kicks’n’Coffee in Stuttgart oder der Solemart in Berlin. Die größte Messe ist wohl die Sneakerness. Diese findet in mehreren europäischen Städten wie Köln, Amsterdam und Paris statt. Auf diesen Messen können sowohl Händler als auch private Sammler ausstellen und verkaufen. Sneaker Shopping

Sneaker Shopping

Customized Sneaker? Ja, gibt es!

Da trotz etlicher Sondereditionen das Verlangen nach ausgefalleneren oder einzigartigeren Sneakern immer noch sehr groß ist, hat sich der Beruf des „Costumizers“ entwickelt. Ein solcher Costumizer besprüht beziehungsweise bemalt den Wunschschuh nach Vorstellung des Kunden. Die Anführer des Sneaker-Trends sind zwar nach wie vor Sportartikelhersteller, aber selbst mit Haute Couture lassen sie sich heutzutage problemlos kombinieren. Karl Lagerfeld griff auf der Fashion Week in Paris im letzten Jahr das Thema auf. Im Finale der Chanel Show bezauberte Topmodel Cara Delevingne in Brautkleid und Sneakern. Für diejenigen unter euch, die nun vom Sneaker-Hype gepackt wurden und gleichzeitig aus dem Karlsruher Umland kommen, empfehlen wir dringend die Jungs von Save Our Sole zu besuchen. Der inhabergeführte Sneaker-Store in der Karlsruher Innenstadt (Erbprinzenstraße) überzeugt durch ein ausgefallenes Sortiment und tollen Service. Jana liebt alles, was das Leben schöner macht. Dazu gehören Mode & Wohn-Trends genauso wie Lifestyle-Messen & Streetfood.

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