Liebt ihr sie auch so sehr wie ich? Sie darf mich zu ganz vielen Anlässen begleiten. Mal lässig zur Jeans, mal elegant zum Kleid und manchmal auch zum Business-Outfit: Meine heißgeliebte Lederjacke ist ein wirklich treuer Begleiter. Wie das aber so mit Freundschaften und Beziehungen ist – sie müssen dauerhaft gepflegt werden, dann halten sie eine Ewigkeit. Wir geben euch heute einige Ratschläge, welche bei korrekter Handhabung die Lebensdauer eurer Lederjacke erhöhen.

Lederjacke reinigen – Reinigung oder Selbermachen?

Der Blick auf das Pflege-Etikett ist für mich, sogar schon vor dem Kauf, unerlässlich. Spätestens vor der Reinigung solltet ihr es euch jedoch auf jeden Fall anschauen. Um euer Lieblingsteil so lange wie möglich zu erhalten, empfehle ich euch die Instruktionen darauf, wenn möglich, zu befolgen. Bei starker Verschmutzung ist der Gang zur Reinigung – am besten ein Unternehmen, das sich auf Lederpflege spezialisiert hat – unabdingbar, denn eure Lederjacke darf auf keinen Fall in der hauseigenen Waschmaschine gereinigt werden!

Ihr werdet sehen, dass der Mitarbeiter dort ebenfalls direkt einen Blick auf das Pflege-Etikett werfen wird. Auch er wird die Herstellerangaben befolgen. Darüber hinaus könnt ihr euch um Folgendes selbst kümmern:

 

So staubt ihr eure Lederjacke ab!

Hing deine Lederjacke doch mal längere Zeit im Schrank, wird sie wahrscheinlich ein wenig angestaubt sein. Um jegliches Kratzen zu vermeiden kannst du dafür ein weiches Baumwolltuch oder eine Lederbürste (Kamelhaarbürste) verwenden.

 

 

Reinigung von Glattleder mit einem feuchten Tuch

Bevor ihr die Verschmutzung mit einem feuchten Tuch bearbeitet, solltet ihr die Reaktion des Leders auf Wasser an einer nicht einsehbaren Stelle testen. Wird das Leder dort dunkel, muss auf die feuchte Reinigung verzichtet werden.

Wie ihr Wildleder reinigen könnt

Wildleder, auch Rauleder oder Veloursleder genannt, darf mit speziellen Bürsten und Radiergummis behandelt werden. Wo Glattleder Kratzer abbekommen würde, wird Wildleder an der betroffenen Stelle einfach ein wenig aufgeraut und der Schmutz so entfernt. Wenn du deine Lederjacke vorher in die feuchte Umgebung deines Badezimmers hängst, sollte die Verschmutzung besonders leicht zu entfernen sein.

Leder-Reiniger

Es gibt verschiedene Produkte, die Hilfe bei Verschmutzung versprechen. Grundsätzlich solltet ihr euch erkundigen, ob der Hersteller eurer Lederjacke spezielle Reinigungsmittel im Angebot hat. Besonders wichtig ist, dass ihr nur Produkte verwendet, die explizit für das Leder eurer Jacke geeignet sind. Probiert es vor der Anwendung an einer unsichtbaren Stelle aus. Wenn dort nach 5 Minuten, keine negative Veränderung auftritt, könnt ihr es verwenden.

So pflegt ihr eure Lederjacke

Unsere heißgeliebte Lederjacke soll uns Schutz vor Wind und Wetter bieten und uns treu ergeben sein. Damit sie diesen Anforderungen auch gerecht werden kann, bedarf es jedoch der ein oder anderen Pflegeeinheit:

Ganz wichtig: Leder muss imprägniert werden!

Vor allem vor dem ersten Tragen und danach dann alle 6 Monate, sollte eure Lederjacke imprägniert werden. Sie wird so zwar nicht komplett wasserdicht, aber zumindest wasserabweisend. Auch hier gibt es, ähnlich wie bei den Reinigern, viele Produkte auf dem Markt.

Die wichtigste Unterscheidung kann man hier zwischen Lederspray, -wachs und -milch treffen.

Leder mit geschlossenen Poren kann man gut mit Bienenwachs behandeln, während Leder mit offenen Poren mit einer Ledermilch imprägniert werden kann. Beides wird behutsam nach Produktanleitung aufgetragen.

Wildleder sollte auf jeden Fall mit Spray behandelt werden, da andere Produkte die Struktur der Oberfläche zerstören und damit das Aussehen verändern können.

So erkenne ich Leder mit offenen und geschlossenen Poren

Verreibt einfach einen Tropfen Wasser in einem verdeckten Bereich. Dringt der Tropfen ein und wird die Stelle dunkler, handelt es sich um eine offenporige Oberfläche. Perlt das Wasser ab, liegt ein Leder mit geschlossenen Poren vor.

Wildleder gehört zu den offenporigen Materialen. Aus diesem Grund solltet ihr mit einer Raulederjacke auch nicht in einen heftigen Regen kommen

Nasses Leder? Wie ihr eure Lederjacke trocknen könnt

Falls ihr doch einmal in einen Regenguss geraten sollte, darf eure Lederjacke weder geföhnt noch über die Heizung gehängt werden. Entfernt alle Gegenstände aus den Taschen und lasst sie bei Zimmertemperatur trocknen. Währendessen könnt ihr sie ein wenig kneten und massieren. Dies sorgt dafür, dass deren Form erhalten bleibt.

So schützt ihr eure Lederjacke vor dem Austrocknen

Reibt eure Lederjacke gelegentlich mit einem Lederconditioner ein, um Brüche im Material vorzubeugen. Je nach Lederart könnt ihr dazu Ledermilch, -fett oder –öl verwenden. Ihr solltet dabei jedoch darauf achten, nicht zu viel Pflegemittel einzusetzen, da dies zu verstopften Poren führen kann. Schaut auf jeden Fall auf das Etikett und stellt sicher, dass das Produkt für eure Jacke geeignet ist. Nach der Pflege mit dem Conditioner bietet es sich an, die Imprägnierung vorzunehmen. Je nach verwendetem Produkt, kann es sein, dass die Fette und Öle diesen Zweck bereits erfüllt haben. In diesem Fall könnt ihr dann natürlich auf diesen Schritt verzichten.

 

Salzablagerungen auf dem Leder? Sofort entfernen!

Bei feuchtem und kaltem Wetter können sich kleine Salzablagerungen auf eurer Jacke bilden. Um Brüche im Leder zu verhindern solltet ihr diese so schnell wie möglich mit einem feuchten Tuch entfernen und ein wenig Conditioner auftragen.

 

Wenn eure Lederjacke ein wenig ihrer Farbintensität verloren hat

Durch Licht, Wind und Wetter, kann eure Lederjacke mit der Zeit ein wenig ausbleichen. Auch hier gibt es spezielle Ledertönungen, die ihr wieder zu altem Glanz verhelfen. Wichtig dabei ist es, die Jacke vorher zu reinigen und darauf zu achten, dass es sich um die gleiche Farbe handelt. Erkundigt euch am besten, ob es ein solches Produkt auch in der Angebotspalette des Lederjackenherstellers gibt. Vor dem Auftragen, sollte die Tönung außerdem wie immer zuerst an einer unsichtbaren Stelle getestet werden.

So möchte eure Lederjacke aufbewahrt werden

Um das Leder vor dem Austrocknen zu schützen, sollte die Jacke keiner Hitze oder direktem Sonnenlicht ausgesetzt werden. Hängt sie außerdem auf einen gepolsterten Bügel um Ausbeulen zu vermeiden. Darüber hinaus ist es wichtig, dass das Leder atmen kann. Verwendet daher keine Plastikhüllen und hängt auch nicht zu viel Kleidung um eure Lederjacke herum.

Lederjacken reinigen und pflegen: Ganz einfach!

Ich weiß nicht genau, wie es euch geht, aber ich denke, das bisschen Pflege und Reinigung nehme ich auf jeden Fall auf mich. Schließlich geht es hier um meinen treuen Begleiter in allen Lebenslagen und der gehört schließlich angemessen umsorgt. Falls ihr noch weitere Tipps zur Lederjacken-Pflege für mich habt, freue ich mich über eure Kommentare!

Autor: Alexa

Autor: Alexa

Texterin aus Karlsruhe

Alexa, Texterin aus Karlsruhe, liebt Wörter, Milchkaffee und das Meer. Mode und Wohnen sind ihre großen Leidenschaften.

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