Sonnenschutz – So geht’s richtig

von | 20. Juni 2017

Sonnenschutz – Für unsere Haut Sonnenschutz das A und O!

Wer kennt das nicht? Die ersten schönen warmen Tages des Jahres sind eher da als erwartet und schon ist es passiert: Die Haut schmerzt und brennt vom ersten und hoffentlich einzigen Sonnenbrand. Also schaut man schnell nach was man noch zuhause so hat. Aber ist die Sonnencreme aus dem vergangenen Sommer noch gut? Kann man sie noch verwenden oder muss eine neue Sonnenschutz her? Und dann steht man in der Drogerie vor dem Regal und fragt sich, welchen Lichtschutzfaktor man eigentlich benötigt…

Die Qual der Wahl…

Oftmals herrscht bei diesem wichtigen Thema Unklarheit. Grund genug, sich eingehend damit zu beschäftigen: In diesem Beitrag werde ich euch mit allen wichtigen Infos und Tipps rund um das Thema Sonnenschutz versorgen.

Auswirkung von UVA- und UVB-Strahlung

Sowohl UVA- als auch UVB-Strahlen sind schädlich für unsere Haut. Während UVB-Strahlen primär für den Sonnenbrand verantwortlich sind, sorgen UVA-Strahlen für eine vorzeitige Hautalterung. Am wichtigsten jedoch ist, dass beide Strahlungen das Hautkrebsrisiko enorm erhöhen. Die Anzahl der Neuerkrankungen bei Hautkrebs ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen, was nicht zuletzt mit dem Wunsch nach einem gebräunten Teint zusammenhängt.

Mittlerweile haben Forscher auch erkannt, dass nicht nur die UV-Strahlen der Sonnen einen schädlichen Einfluss auf unsere Haut hat, sondern auch Infrarotstrahlen. Dies haben erste Hersteller bereits erkannt und bieten Produkte mit zusätzlichem Infrarot-Schutz an.

Von günstig über teuer, die Auswahl ist groß.

Wichtig ist es zu wissen, welcher Hauttyp man ist. Hier gibt es fünf Einstufungen:

Hauttyp I:

  • Rotes bis rotblondes Haar,
  • helle Augen
  • Sehr heller Teint, viele Sommersprossen,
  • Bekommt fast immer Sonnenbrand und wird so gut wie nie braun

Die Haut kann sich drei bis zehn Minuten selbst schützen.

Hauttyp III:

  • Dunkelblondes bis braunes Haar
  • Leicht gebräunter Teint & keine Sommersprossen
  • Helle oder dunkle Augen
  • Bekommt nur selten Sonnenbrand und wird schnell gut braun

Die Haut kann sich 20 bis 30 Minuten selbst schützen.

Kinderhaut:

  • Alle Haarfarbe,
  • alle Augenfarben
  • Sehr heller Teint
  • Bekommt sehr schnell Sonnenbrand

Die Haut kann sich maximal zehn Minuten selbst schützen. 

Hauttyp II:

  • Blondes Haar
  • Helle Augen
  • Heller Teint & oft Sommersprossen
  • Bekommt leicht einen Sonnenbrand und wird nicht allzu braun

Die Haut kann sich zehn bis 20 Minuten selbst schützen.

Hauttyp IV:

  • Dunkelbraunes bis schwarzes Haar
  • Dunkler Teint
  • Dunkle Augen
  • Bekommt sehr selten Sonnenbrand und wird immer schnell braun

Die Haut kann sich ca. 45 Minuten selbst schützen.

Auch beim Lichtschutzfaktor gibt es vier Klassen in die man unterteilen kann:

  • Leichter Schutz: LSF 6-10
  • Mittlerer Schutz: LSF 15-25
  • Hoher Schutz: LSF 30-50
  • Sehr hoher Schutz: LSF 50+

Die Zeit, in der man  geschützt ist, lässt sich wie folgt berechnen:

Es sollte jedoch stets darauf geachtet werden, dass der LSF auch der Umgebung angepasst wird. Stark reflektierende Oberflächen, wie Wasser, Schnee oder auch Sand verstärken die Intensität der Belastung durch UV-Strahlen.

Grundsätzlich kann man den LSF wie folgt den Hauttypen zuordnen:

  • Kinderhaut: 30 oder höher
  • Hauttyp I: 30 bis 50+
  • Hauttyp I I: 20 bis 50
  • Hauttyp I I I: 15 bis 30
  • Hauttyp IV: 10 bis 15

Sonnenschutz: So kommt ihr ohne Sonnenbrand durchs Jahr

Die perfekten Begleiter für unterwegs.

Sonnenschutz als täglicher Begleiter:

Wer kennt das nicht, trotz bedecktem Himmel oder kalten Temperaturen – Sonnenbrand. Die schädliche Strahlung erreicht unsere Haut auch bei Wolken und kühleren Temperatur. Vor allem in den Winter- und Frühlingsmonaten, wenn sich die Haut erst an die Sonne gewöhnen muss, ist Sonnenschutz notwendig. Daher sollte der Sonnenschutz in die tägliche Routine integriert werden und bei Bedarf erneut aufgetragen werden. Viele Hersteller bieten kleine Reiseflaschen an, diese sind ideal für unterwegs.

Ausreichend Sonnencreme verwenden:

Hier gilt das Prinzip viel hilft viel. Nur wenn genug Sonnencreme aufgetragen wird, kann sie unsere Haut vor der Sonneneinstrahlung schützen. Bei einem erwachsenen Mann rechnet man mit ca. 40 Milliliter pro Runde eincremen. Demnach sollte eine Flasche Sonnencreme auch nach einem Sommer definitiv leer sein, ansonsten hat man eindeutig zu wenig aufgetragen.

Auch wasserfeste Sonnencreme haftet nicht ewig:

Sie bietet zwar Schutz während dem Badespaß, verliert jedoch nach jedem Gang ins Wasser an Wirkung. Insbesondere das Abtrocknen im Abschluss schädigt die schützende Schicht auf unserer Haut. Daher auch hier unbedingt erneut eincremen.

Den Sonnenschutz mehrfach auftragen:

Mit dem Eincremen am Morgen ist es nicht getan. Wer sich den Tag über in der Sonne aufhält, sollte regelmäßige Sonnenschutz auftragen. Es gibt zwar wenige Ausnahmen, jedoch verlieren die meisten Sonnencremes durch Schweiß, Reibung oder einem erfrischenden Bad ihre schützende Wirkung. Daher sollte in regelmäßigen Abständen erneut Sonnencreme aufgetragen werden.

Auf das Verfallsdatum achten:

Einige Wirkstoffe verlieren im Laufe der Zeit ihre schützende Wirkung. Auch Licht und hohe Temperaturen haben einen negativen Einfluss auf die Haltbarkeit, das heißt, dass ihr neben der Haltbarkeit auch die Lagerung im Blick haben. In der Regel sind Sonnencremes ca. 12 Monate nach Anbruch haltbar, die Kennzeichnung auf der Verpackung gibt jedoch genauere Auskunft. Kleiner Tipp: Wer bei Anbruch der Sonnencreme das Datum auf die Verpackung notiert, verliert bestimmt nicht den Überblick.

Der Tigel zeigt die Haltbarkeit der Produkte nach dem Anbruch an.

Die starke Mittagssonne meiden:

Die Morgen- und Abendstunden eignen sich hervorragend für den Aufenthalt in der Sonne. Wer Sport treiben möchte oder sonstige körperliche Arbeit verrichten muss, der sollte insbesondere die starke Sonne zwischen 11 und 15 Uhr vermeiden und möglichst im Schatten bleiben.

Die Kopfhaut nicht vergessen:

Oftmals vergessen wir, dass die Sonne auch unsere empfindliche Kopfhaut erreicht. Manchmal bieten unsere Haare keinen ausreichenden Schutz, daher sollte möglichst auf Sonnenhüte oder transparente Sonnensprays zurückgegriffen werden. Manchmal genügt es auch schon den Scheitel in regelmäßen Abständen zu versetzen.

Sonnenschutz und Anti Aging?

Sonne macht alt! Das haben die meisten unter uns bereits gehört, dennoch gewinnt meist das Verlangen nach Bräune. Erste Studien haben gezeigt, dass die Sonne (primär UVA-Strahlen) für mehr als zwei Drittel unserer Falten verantwortlich ist. Aber auch trockene Stellen und Pigmentflecken werden durch Sonneneinstrahlung verursacht. Während UVB-Strahlen bei uns in den Wintermonaten verschwindend gering sind, sind die UVA-Strahlen auch in den Wintermonaten stark vertreten. Leider bieten die wenigsten Fensterscheiben einen ausreichenden Schutz, sodass uns die schädlichen Strahlen auch im Büro erreichen können.

Bei Tagescremes mit Lichtschutzfaktor und Sonnencremes daher unbedingt auf einen UVA-Filter achten oder direkt zu einer Sonnencreme für das Gesicht greifen. Mittlerweile gibt es auch getönte Sonnencremes oder auch BB-Sonnencremes, die den Teint ausgleichen. Sie stellen eine echte Alternative zu Make-Up in den sonnenreichen Monaten dar. Wer zu Pigmentflecken neigt, sollte seine Handrücken beim Eincremen nicht vergessen.

UVB- und UVA-Schutz ist auch in Kosmetikprodukten zu finden.

Sonnenschutz für Allergiker

Manche Menschen reagieren auf bestimmte Wirkstoffe in Sonnencremes. Hier empfiehlt es sich gezielt in Apotheken Rat zu suchen und auf Produkte für Allergiker oder empfindliche Haut umzusteigen. Wer sicher gehen möchte, der greift zu einem Produkt mit physikalischen Sonnenschutz, denn hier treten Allergien seltener auf als bei chemischen UV-Filtern.

Sonnenschutz bei Rosacea

Warum ist bei Rosacea eine besondere Behandlung hinsichtlich des Sonnenschutzes notwendig? Nun, Rosacea ist eine der häufigsten chronischen Hauterkrankungen in Deutschland. Sie ruft starke Gesichtsrötungen und sogar Pusteln hervor. Auslöser sind unter anderem UV- und Infrarotstrahlen sowie die Wärme der Sonne. Diese sorgen dafür, dass sich die Gefäße erweitern, die Immunabwehr geschwächt wird und die Entzündungsprozesse in der Haut gefördert werden. Daher ist ein guter Sonnenschutz umso wichtiger.

Viele Rosacea-Patienten vertragen Sonnenschutzprodukte für Allergiker mit einem hohen Lichtschutzfaktor (LSF 50 oder höher) sehr gut, da sie auf Alkohol, Duft- und Zusatzstoffe verzichten. Wer dennoch zu den unliebsamen Rötungen neigt, für den gibt es auch spezielle Produkte, welche auch gänzlich auf gefäßerweiternde und durchblutungsfördernde Wirkstoffe, wie Menthol, verzichten. Keine Angst diese Produkte müssen nicht immer teuer sein, Rosacea-Produkte sind auch in Drogerien erhältlich. Am besten schützt ihr eure Haut indem ihr direkte Sonneneinstrahlung vermeidet. Wie wäre es beispielsweise mit einem modischen Sonnenhut für den Aufenthalt in der Sonne?

Kleiner Tipp von Alexa: “Die Q10von Balea wurde mir von meinem Dermatologen empfohlen und ich bin absolut glücklich mit ihr. Cremes müssen nicht immer teuer sein.”

Hautpflege nach dem Sonnenbad

Auch die Hautpflege nach der Sonneneinstrahlung gehört zum Sonnenschutz dazu. Die Sonne entzieht unserer Haut wichtige Feuchtigkeit. Viele neigen zu einer gereizten Haut, insbesondere nach einem Besuch im Freibad oder dem Sport unter freiem Himmel. After Sun Produkte (oder auch Aprés Pflege genannt) geben unserer Haut genau das zurück, was sie beim Sonnenbaden verloren hat. Sie spenden Feuchtigkeit und haben eine kühlende Wirkung. So hilft sie auch bei leichten Sonnenbränden und Gereiztheit, sorgt aber auch dafür, dass sich die Haut weniger schält. Mit der richtigen Pflege hat man dann länger Freude an der Bräune.

Après Lotionen

Erste Hilfe bei Sonnenbrand

Manchmal passiert es einfach – und siehe da, man hat sich einen Sonnenbrand eingefangen. In diesem Fall gilt es schnell zu reagieren und weitere Sonnenbestrahlung zu vermeiden. Jetzt gilt es den Schmerz zu lindern und die Haut mit ausreichend Feuchtigkeit zu versorgen. Kühlung ist bei Sonnenbränden eine reine Wohltat. Dafür gibt es kühlende Gels oder auch Schaumsprays. Mein Favorit sind die Schaumsprays, hierbei wird der Schaum auf die betroffene Stelle aufgesprüht bis eine deckende weiße Schicht entsteht und dann lässt man den Schaum einfach einziehen. Der Vorteil ist, dass man den Schaum nicht verreiben muss und die schmerzende Haut  nicht berührt wird. Das ganze wird dann, je nach Bedarf, mehrmals täglich wiederholt.

Viele fühlen sich nach einem starken Sonnenbrand schlapp, fiebrig oder haben Kopfschmerzen. Um euren Wasserhaushalt wieder aufzufüllen, den Kopfschmerz zu vermeiden und der Haut wieder Feuchtigkeit zu spenden, solltet ihr unbedingt genügend trinken.

Sollte all dies den Schmerz des Sonnenbrands nicht wie erwartet lindern, kann er auch medikamentös behandelt werden. Arzneimittel mit den Wirkstoffen Acetylsalicylsäure oder Paracetamol wirken schmerzlindern und entzündungshemmend.

Fazit: Die Kraft der Sonne ist nicht zu unterschätzen

Sonnenschutz ist ein wichtiger Aspekt beim Aufenthalt im Freien und sollte daher keines Falls vernachlässigt werden. Daher die Haut bestenfalls langsam an die Sonne gewöhnen, die Mittagssonne möglichst meiden und wenn der Sonnenschutz durch die Sonnencreme nicht mehr gegeben ist, die Sonne meiden und die Haut bedecken. Bei der Wahl der Sonnencreme sollte möglichst ein Schutz vor UVA- und UVB-Strahlen enthalten sein. Guter Sonnenschutz muss nicht immer teuer sein, hier lieber auf Tests und Empfehlungen von Ärzten vertrauen.

Und nicht vergessen, bei Sonnencreme gilt: „Viel hilft viel.“


Lisa

Lisa

Lisa hat ein Auge für Einrichtung und Deko. Das Ausprobieren neuer DIY- und Rezeptideen sind genau ihr Ding.

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